Preistrend
Brennt bei 100 Dollar. Keine Entstpannung im Nah Ost

Teile diesen Eintrag
Marktsituation Rohöl Schweiz – 24.07.2026
Nach dem starken Preisanstieg vom Vortag zeigt sich der Ölmarkt heute etwas ruhiger. Brent-Rohöl notiert am Morgen knapp unter der Marke von 100 USD pro Barrel. Gewinnmitnahmen und eine leicht entspanntere Marktstimmung führen zu einer kleinen Korrektur, das Preisniveau bleibt jedoch weiterhin deutlich höher als noch zu Beginn der Woche.
Heizöl
Die internationalen Gasoil-Notierungen bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Für den Schweizer Heizölmarkt bedeutet dies, dass die Einstandspreise hoch bleiben. Grössere Preisrückgänge sind kurzfristig nicht zu erwarten, solange die geopolitischen Spannungen und die Unsicherheit über die Transportwege bestehen.
Diesel
Auch beim Diesel bleibt die Lage angespannt. Die Nachfrage aus Industrie und Transport ist stabil, während die höheren Produktepreise in Europa den Schweizer Markt weiterhin beeinflussen. Die Preise dürften deshalb auf dem aktuellen Niveau verharren.
Benzin
Die Sommerferien sorgen weiterhin für eine gute Nachfrage nach Benzin. Trotz der heutigen leichten Beruhigung an den Börsen bleibt das Preisniveau im Vergleich zur Vorwoche deutlich höher.
Rheinfrachten
Die Rheinfrachten bleiben ein wichtiger Kostenfaktor für den Schweizer Markt. Die Wasserstände haben sich zwar leicht verbessert, eine nachhaltige Entspannung ist jedoch noch nicht erreicht. Tiefgangsbeschränkungen sorgen weiterhin für erhöhte Transportkosten Richtung Basel. Sollte sich die Pegelsituation weiter verbessern, könnten die Frachten in den kommenden Wochen etwas nachgeben.
Wechselkurs
Der Schweizer Franken zeigt sich gegenüber dem US-Dollar weiterhin robust und federt einen Teil der internationalen Preissteigerungen ab. Dennoch können die deutlichen Aufschläge beim Rohöl und bei den Produkten nicht vollständig kompensiert werden.
Einschätzung
Der Markt bleibt nervös, auch wenn heute eine technische Gegenbewegung zu beobachten ist. Die geopolitischen Risiken sind weiterhin hoch und können jederzeit erneut zu kräftigen Preissprüngen führen.
Unsere Empfehlung:
Wer in den kommenden Tagen Heizöl oder Diesel benötigt, sollte den Markt aufmerksam beobachten. Nach dem starken Anstieg ist zwar eine kurzfristige Verschnaufpause möglich, insgesamt bleibt das Risiko weiterer Preissteigerungen jedoch bestehen.
