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Konflikt im Nahen Osten spitzt sich weiter zu.

Preistrend

Konflikt im Nahen Osten spitzt sich weiter zu.

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Marktsituation Rohöl Schweiz – 18.08.2026

Der internationale Ölmarkt zeigt heute erneut nach oben. Brent-Rohöl steigt am Dienstagmorgen auf rund 91.75 USD pro Barrel und erreicht damit den höchsten Stand seit Ende Juli. Hauptgrund sind die wieder zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran. Die Hoffnungen auf eine schnelle diplomatische Lösung haben deutlich abgenommen, wodurch der Markt erneut einen höheren Risikoaufschlag einpreist.

Heizöl und Diesel

Auch bei den Produkten bleibt die Situation angespannt. Besonders Diesel und Gasoil sind aufgrund der weltweit knappen Versorgung weiterhin teuer. Raffinerieausfälle und Störungen der Versorgung haben die europäischen Dieselpreise in den vergangenen Tagen zusätzlich gestützt. Für die Schweizer Heizöl- und Dieselpreise bedeutet dies weiterhin einen hohen Einstand.

Benzin

Beim Benzin bleibt das Preisniveau ebenfalls erhöht. Die internationalen Rohölpreise und die weiterhin hohen Raffineriekosten wirken stützend. Etwas Entlastung könnte mit dem langsamen Ende der europäischen Hauptreisezeit von der Nachfrageseite kommen.

Strasse von Hormus

Die Lage an der Strasse von Hormus bleibt momentan einer der wichtigsten Faktoren für den Ölmarkt. Der Schiffsverkehr hat sich zwar leicht erhöht, liegt aber weiterhin deutlich unter normalen Verhältnissen. Am Montag wurden lediglich sechs Frachtschiffe bei der Passage registriert; grosse Rohöltanker waren darunter keine. Gleichzeitig hat Saudi-Arabien erste Ölverladungen in der Region wieder aufgenommen.

Rheinfrachten

Für die Schweiz bleibt der Rhein momentan ein besonders kritischer Preisfaktor. Die Wasserstände befinden sich auf aussergewöhnlich tiefem Niveau. Bei Kaub fiel der Pegel zuletzt sogar unter 10 cm. Dadurch können Schiffe nur stark eingeschränkt beladen werden und teilweise wird Fracht auf Strasse und Schiene verlagert.

Die Frachtraten ARA–Basel sind dadurch massiv gestiegen. Zuletzt wurden rund 277 Euro pro Tonne gemeldet – gegenüber etwa 35 Euro pro Tonne unter wesentlich besseren Bedingungen. Diese hohen Transportkosten belasten die Schweizer Heizöl- und Dieselpreise erheblich.

Schweizer Franken

Der Schweizer Franken bleibt gegenüber dem Dollar relativ stark. Aktuell bewegt sich USD/CHF ungefähr bei 0.81. Der starke Franken hilft weiterhin, einen Teil des internationalen Preisanstiegs abzufedern. Gegen die gleichzeitig hohen Gasoilpreise und extremen Rheinfrachten reicht dieser Vorteil jedoch momentan nicht aus.

Einschätzung

Die Markttendenz für die Schweiz bleibt fest bis steigend. Brent hat die Marke von 90 USD wieder überschritten und die geopolitischen Risiken nehmen erneut zu. Gleichzeitig bleiben die europäischen Produktepreise hoch.

Für den Schweizer Markt kommt erschwerend die aussergewöhnliche Situation auf dem Rhein hinzu. Selbst wenn sich der Rohölpreis kurzfristig beruhigen sollte, könnten die hohen Rheinfrachten die Schweizer Einstandspreise weiterhin auf hohem Niveau halten.

Unsere Empfehlung: Kunden mit kurzfristigem Heizölbedarf sollten derzeit nicht zwingend auf deutlich tiefere Preise warten. Eine nachhaltige Entspannung dürfte erst eintreten, wenn sich entweder die geopolitische Situation beruhigt oder steigende Wasserstände am Rhein zu deutlich tieferen Frachtraten führen.

Markttendenz 18.08.2026: steigend und weiterhin sehr nervös.

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