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Heizölbeschaffung wird erneut günstiger – Ölmarkt bleibt trotz Entspannung unruhig

Heizölbeschaffung wird erneut günstiger – Ölmarkt bleibt trotz Entspannung unruhig

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Marktsituation Rohöl Schweiz – 29.10.2026

Internationaler Rohölmarkt

Der internationale Rohölmarkt zeigt sich am Donnerstagmorgen wieder etwas schwächer.

Brent-Rohöl notiert bei rund 114.83 USD pro Barrel. Am Vortag lag die Morgenindikation noch bei 115.36 USD. Damit hat sich Rohöl leicht verbilligt.

Hauptgrund für die jüngste Entspannung sind neue Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten. Die Aussicht auf weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran dämpft momentan die Befürchtungen über zusätzliche Lieferunterbrüche.

Allerdings bleibt die geopolitische Lage angespannt. Die jüngsten Angriffe auf Energieanlagen und die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten sorgen weiterhin für erhebliche Unsicherheit.

Eine nachhaltige Beruhigung des internationalen Rohölmarktes ist deshalb noch nicht erkennbar.

Heizöl und Diesel

Bei Heizöl und Diesel zeigt sich heute eine unterschiedliche Entwicklung der internationalen Produktnotierungen.

Die Schweizer Morgenindikationen ergeben folgende Werte:

  • Gasöl FOB Rotterdam: 1’429.75 USD pro Tonne, leicht rückläufig.
  • Heizöl Öko: 1’469.25 USD pro Tonne, deutlich höher als am Vortag.
  • Diesel: 1’488.25 USD pro Tonne, ebenfalls steigend.

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass sinkende Rohölpreise nicht automatisch zu tieferen Preisen sämtlicher Mineralölprodukte führen.

Die Versorgungslage bei Diesel und Heizöl bleibt angespannt. Besonders die geopolitischen Risiken und die hohen Preise für Raffinerieprodukte sorgen weiterhin für Schwankungen.

Auf dem Schweizer Beschaffungsmarkt ist heute dennoch eine erneute Entlastung festzustellen.

Benzin

Beim Benzin zeigt sich heute eine leicht rückläufige Entwicklung.

Die internationale Notierung für Bleifrei 95 liegt bei 1’215 USD pro Tonne. Gegenüber dem Vortag entspricht dies einem Rückgang von 11 USD pro Tonne.

Neben den Rohölpreisen beeinflussen die Raffinerieproduktion, die Nachfrage sowie der Wechselkurs die weitere Entwicklung.

Die günstigere Benzinnotierung ist ein positives Signal. Ob sich daraus tiefere Verkaufspreise in der Schweiz ergeben, hängt jedoch von weiteren Kostenfaktoren ab.

Rhein und Rheinfrachten

Bei den Rheinwasserständen hat sich die Situation gegenüber der vergangenen Woche spürbar verbessert.

Der Pegel Basel-Rheinhalle lag am Donnerstagmorgen bei rund 4.90 Metern. Auch bei Kaub haben sich die Wasserstände nach den extrem tiefen Werten der vergangenen Woche deutlich erholt.

Trotzdem bleibt die Situation für die Rheinschifffahrt anspruchsvoll.

Die Wasserstände liegen weiterhin auf einem tiefen Niveau. Rheinschiffe können deshalb teilweise nur mit reduzierten Ladungsmengen verkehren.

Die verbesserten Pegelstände schaffen grundsätzlich günstigere Voraussetzungen für den Transport von Mineralölprodukten Richtung Basel.

Ob die Rheinfrachten dadurch tatsächlich sinken, muss jedoch abgewartet werden. Die Transportkosten bleiben ein wichtiger Einflussfaktor für den Schweizer Heizölmarkt.

Schweizer Franken

Der Schweizer Franken zeigt sich gegenüber dem US-Dollar heute etwas stärker.

Der Wechselkurs liegt bei rund 0.8278 CHF pro US-Dollar, gegenüber 0.8304 am Vortag.

Da Rohöl und Mineralölprodukte international überwiegend in US-Dollar gehandelt werden, wirkt ein stärkerer Schweizer Franken grundsätzlich entlastend auf die Importkosten.

Diese Entwicklung kann einen Teil der hohen internationalen Produktpreise ausgleichen.

Schweizer Heizölmarkt

Auf dem Schweizer Heizöl-Beschaffungsmarkt setzt sich die Entspannung heute fort.

Nach dem deutlichen Rückgang vom Mittwoch sind die Beschaffungskosten auch am Donnerstag weiter gesunken.

Die Entwicklung wird durch die etwas schwächeren Rohölnotierungen und den stärkeren Schweizer Franken begünstigt.

Gleichzeitig zeigen die internationalen Heizöl- und Dieselnotierungen, dass die Versorgungslage weiterhin angespannt ist.

Auch die Rheinfrachten bleiben trotz der verbesserten Wasserstände ein Unsicherheitsfaktor.

Für die Schweizer Heizölkunden bedeutet dies, dass die Preisentwicklung weiterhin von kurzfristigen Veränderungen geprägt sein kann.

Einschätzung und Ausblick

Der Ölmarkt zeigt heute ein gemischtes Bild.

Einerseits sorgen die diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten, der stärkere Schweizer Franken und die verbesserten Rheinwasserstände für positive Signale.

Andererseits steigen die internationalen Notierungen für Heizöl Öko und Diesel erneut an.

Die geopolitischen Risiken bleiben erheblich. Weitere Störungen der Energieversorgung könnten die Preise jederzeit wieder nach oben treiben.

Für die kommenden Tage dürften insbesondere die internationalen Gasölnotierungen, die Entwicklung der Rheinfrachten und der Wechselkurs entscheidend bleiben.

Markttendenz 29.10.2026: Schweizer Beschaffungskosten erneut sinkend, bei weiterhin hohen internationalen Produktpreisen und einer schwankungsanfälligen Marktlage.

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