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Erneute Eskalationsgefahr im Nahost

Preistrend

Erneute Eskalationsgefahr im Nahost

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Aktuelle Lage am Rohölmarkt (23.03.2026)

Preise (Spot / kurzfristig)

  • Brent: ~112–114 USD/Barrel
  • WTI: ~99–100 USD/Barrel

👉 Damit liegt Öl:

  • deutlich über 100 USD
  • rund +50–60 % höher als vor der Eskalation im Nahen Osten

Haupttreiber (extrem bullisch)

1. Geopolitik: Iran-Konflikt & Straße von Hormus

  • Massive Eskalation zwischen USA/Israel und Iran
  • Drohungen einer kompletten Blockade der Straße von Hormus
  • Diese Route ist kritisch für ~20 % der globalen Ölversorgung

➡️ Folge:

  • Teilweise Ausfall von 7–8 Mio. Barrel/Tag
  • Tankerverkehr stark eingeschränkt oder gestoppt

👉 Wichtigster Preistreiber aktuell


2. Angebots-Schock

  • Förderkürzungen + Transportprobleme im Golf
  • LNG- und Ölproduktion teilweise gestört
  • Strategische Reserven (IEA) werden freigegeben, aber:
    • Wirkung begrenzt und verzögert

3. Risikoaufschläge („War Premium“)

  • Markt preist Unsicherheit + mögliche Eskalation ein
  • Preise reagieren extrem sensibel auf Nachrichten

👉 Beispiel:

  • Brent zeitweise über 113 USD
  • Intraday-Schwankungen hoch

Marktstruktur

  • Stark angespannt (tight market)
  • Angebotsrisiko > Nachfragesorgen
  • Kurzfristig: Backwardation wahrscheinlich (Knappheit im Spotmarkt)

Prognosen (Stand heute)

Kurzfristig (Wochen)

  • Goldman Sachs:
    • Ø März/April: ~110 USD
  • Szenario:
    • Bei Eskalation: 120–135 USD möglich

Mittelfristig (2026)

  • Brent Ø ~85 USD erwartet
  • Rückgang möglich, wenn:
    • Konflikt deeskaliert
    • Lieferketten stabilisieren

Risiken (beidseitig)

🔺 Bullische Risiken

  • Vollständige Hormus-Blockade
  • längerer Krieg
  • weitere Produktionsausfälle

👉 Extremfall: 150 USD+ möglich


🔻 Bärische Risiken

  • Waffenstillstand / Deeskalation
  • schnelle Wiederöffnung der Transportrouten
  • Nachfragerückgang (Rezessionsrisiko)

Fazit

Der Ölmarkt ist aktuell:

➡️ geopolitisch getrieben (nicht fundamental stabil)
➡️ extrem angespannt auf der Angebotsseite
➡️ hochvolatil mit starkem Risikoaufschlag

👉 Kurz gesagt:

Der Preis wird derzeit weniger von Angebot/Nachfrage im klassischen Sinn bestimmt – sondern von Kriegsrisiko und Transportengpässen.

Rheinfrachten

  • stabil

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Kontakt

Oberwalliser Kohlen- und Transportkontor
Leonardo Pacozzi AG

Spitalstrasse 8
3900 Brig

+41 27 921 10 60
info@kohlenkontor.ch
Mo–Fr
08.00–11.30
13.30–17.00

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