Gasöl und Heizöl geben nach – Schweizer Markt zeigt erste Entlastung
Internationaler Rohölmarkt
Der internationale Rohölmarkt bleibt weiterhin sehr volatil.
Brent-Rohöl notiert gemäss den heutigen Schweizer Morgenindikationen bei rund 105.39 USD pro Barrel, gegenüber 103.40 USD am Vortag.
Im laufenden Handel zeigt sich allerdings bereits wieder eine leichte Entspannung. Die Aussicht auf zusätzliche Diesellieferungen aus Russland wirkt beruhigend. Gleichzeitig bleiben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten hoch.
Heizöl und Diesel
Bei den für den Schweizer Markt wichtigen Mineralölprodukten zeigt sich heute eine erfreuliche Entwicklung.
Die aktuellen Morgenindikationen lauten:
- Gasöl Rotterdam: 1’338.50 USD/t
- Heizöl Öko: 1’371.00 USD/t
- Diesel: 1’398.50 USD/t
Gegenüber gestern ist Gasöl um 25.50 USD pro Tonne gesunken. Heizöl Öko liegt 35 USD und Diesel 37.50 USD pro Tonne tiefer.
Damit setzt sich bei den Produktnotierungen eine gewisse Entspannung fort.
Benzin
Beim Benzin zeigt sich dagegen eine andere Entwicklung.
Bleifrei 95 liegt heute bei 1’268 USD/t, gegenüber 1’226 USD/t gestern.
Der Benzinmarkt entwickelt sich damit momentan fester als Heizöl und Diesel.
Rhein und Rheinfrachten
Für die Schweiz bleibt die Situation auf dem Rhein weiterhin angespannt.
Der Pegel Basel-Rheinhalle liegt heute Morgen bei rund 4.81 Metern.
Die tiefen Wasserstände schränken die Ladekapazitäten der Schiffe weiterhin ein und belasten die Transportkosten Richtung Basel.
Eine nachhaltige Verbesserung der Wasserstände wäre ein wichtiger Faktor für eine weitere Entspannung des Schweizer Heizölmarktes.
Tendenz Rheinfracht: weiterhin hoch und angespannt.
Schweizer Franken
Der US-Dollar hat gegenüber gestern leicht zugelegt.
Die heutige Morgenindikation liegt bei 0.8333 CHF/USD, gegenüber 0.8303 am Montag.
Damit wirkt der Wechselkurs leicht verteuernd auf die Schweizer Beschaffungskosten.
Schweizer Heizölmarkt
Trotz des höheren Brent-Preises zeigt sich beim Heizöl heute eine gewisse Entspannung.
Die tieferen Gasöl- und Heizölnotierungen wirken grundsätzlich positiv. Auch bei den Schweizer Beschaffungspreisen ist heute eine Entlastung erkennbar.
Allerdings bleiben die hohen Rheinfrachten und der etwas stärkere US-Dollar wichtige Gegenfaktoren.
Die Entwicklung an den internationalen Börsen lässt sich deshalb weiterhin nicht direkt auf die Schweizer Verkaufspreise übertragen.
Einschätzung
Die heutige Entwicklung zeigt erneut, dass für den Schweizer Heizölmarkt nicht allein der Rohölpreis entscheidend ist.
Während Brent gegenüber gestern höher notiert, geben Gasöl, Heizöl und Diesel deutlich nach.
Dies ist ein positives Signal. Für eine nachhaltige Entspannung müssten sich allerdings auch die Transportkosten auf dem Rhein verbessern und die internationalen Produktpreise auf dem tieferen Niveau bleiben.
Eine pauschale Empfehlung zum Kaufzeitpunkt bleibt schwierig. Wer kurzfristig Heizöl benötigt oder nur geringe Reserven besitzt, sollte nicht auf den perfekten Tiefstpreis spekulieren. Wer genügend Vorrat hat, verfügt über mehr Spielraum, die weitere Entwicklung zu beobachten.
Markttendenz 13.10.2026: Gasöl und Heizöl sinkend – erste Entlastung bei den Schweizer Beschaffungskosten, weiterhin hohe Volatilität.


