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Ölpreise steigen zum Wochenschluss – Schweizer Heizölmarkt bleibt schwankungsanfällig

Ölpreise steigen zum Wochenschluss – Schweizer Heizölmarkt bleibt schwankungsanfällig

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Marktsituation Rohöl Schweiz – 30.10.2026

Internationaler Rohölmarkt

Der internationale Rohölmarkt zeigt sich am Freitagmorgen wieder deutlich fester.

Die Brent-Rohölnotierung liegt bei rund 116.90 USD pro Barrel und damit um 3.23 USD höher als bei der gestrigen Morgenindikation.

Hauptgrund für den erneuten Preisanstieg sind die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Ein neuer Zwischenfall mit einem Tanker in der Strasse von Hormus verdeutlicht die weiterhin bestehenden Risiken für die internationale Ölversorgung.

Auch Berichte über Angriffe auf saudi-arabische Energieanlagen sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Gleichzeitig bestehen weiterhin diplomatische Bemühungen zur Entschärfung der Lage.

Die Rohölpreise bleiben damit stark von politischen Entwicklungen und möglichen Versorgungsunterbrüchen abhängig.

Heizöl und Diesel

Auch bei Heizöl und Diesel zeigen die internationalen Produktnotierungen heute wieder nach oben.

Die aktuellen Schweizer Morgenindikationen lauten:

  • Gasöl FOB Rotterdam: 1’394.75 USD pro Tonne, plus 10.25 USD.
  • Heizöl Öko: 1’435.00 USD pro Tonne, plus 10.00 USD.
  • Diesel: 1’454.75 USD pro Tonne, plus 9.50 USD.

Damit steigen die wichtigsten internationalen Notierungen für Heizöl und Diesel zum Wochenschluss wieder an.

Die Versorgung mit Raffinerieprodukten bleibt angespannt. Besonders die geopolitischen Risiken und mögliche Störungen wichtiger Transportwege können kurzfristig zusätzliche Preissteigerungen auslösen.

Auf dem Schweizer Beschaffungsmarkt zeigt sich heute ebenfalls eine leichte Verteuerung, nachdem die Preise zuvor während zwei Tagen gesunken waren.

Benzin

Beim Benzin ist heute eine gegenläufige Entwicklung festzustellen.

Die internationale Notierung für Bleifrei 95 liegt bei 1’176.00 USD pro Tonne. Gegenüber dem Vortag entspricht dies einem Rückgang von 10 USD pro Tonne.

Während Rohöl, Heizöl und Diesel wieder teurer werden, gibt der Benzinpreis auf dem internationalen Produktmarkt somit leicht nach.

Dies zeigt, dass sich die einzelnen Mineralölprodukte aufgrund unterschiedlicher Nachfrage- und Versorgungsbedingungen nicht immer gleich entwickeln.

Rhein und Rheinfrachten

Die Situation auf dem Rhein bleibt weiterhin angespannt.

Der Pegel Basel-Rheinhalle liegt am Freitagmorgen bei rund 4.86 Metern.

Bei Kaub wurden am Morgen lediglich 45 cm gemessen. Damit ist der Wasserstand gegenüber den Werten von rund 55 bis 60 cm zu Beginn der Woche wieder gesunken.

Der für die Schifffahrt wichtige gleichwertige Wasserstand bei Kaub liegt bei 77 cm. Das aktuelle Niveau liegt somit weiterhin deutlich darunter.

Die Rheinschiffe müssen unter diesen Bedingungen teilweise mit reduzierten Ladungsmengen verkehren. Dadurch können die Transportkosten pro Tonne hoch bleiben.

Eine nachhaltige Entspannung bei den Rheinfrachten ist deshalb noch nicht gesichert.

Für die Schweizer Mineralölversorgung bleibt die Entwicklung der Rheinwasserstände ein wichtiger Kostenfaktor.

Schweizer Franken

Der Schweizer Franken hat sich gegenüber dem US-Dollar weiter verstärkt.

Der Wechselkurs liegt heute bei rund 0.8224 CHF pro US-Dollar, gegenüber 0.8278 am Vortag.

Ein stärkerer Schweizer Franken wirkt grundsätzlich entlastend auf die Beschaffung von Rohöl und Mineralölprodukten, die international in US-Dollar gehandelt werden.

Dadurch kann ein Teil der steigenden internationalen Produktpreise ausgeglichen werden.

Schweizer Heizölmarkt

Nach zwei Tagen mit rückläufigen Beschaffungskosten zeigt sich der Schweizer Heizölmarkt zum Wochenschluss wieder etwas fester.

Die höheren internationalen Rohöl-, Gasöl- und Dieselnotierungen sorgen für neuen Preisdruck.

Gleichzeitig wirkt der stärkere Schweizer Franken teilweise entlastend.

Die weiterhin tiefen Rheinwasserstände bleiben ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor für die Transportkosten.

Die Entwicklung zeigt, dass der Schweizer Heizölmarkt momentan von mehreren gegensätzlichen Einflüssen geprägt ist.

Ob und in welchem Umfang sich die veränderten Beschaffungskosten auf die Verkaufspreise auswirken, hängt von den jeweiligen Marktbedingungen und der Kalkulation der Anbieter ab.

Einschätzung und Ausblick

Der Ölmarkt beendet die Woche mit erneut steigenden internationalen Rohöl- und Produktnotierungen.

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bleiben ein entscheidender Preistreiber. Besonders die Sicherheit der internationalen Transportwege ist für die weitere Entwicklung von grosser Bedeutung.

In der Schweiz sorgen der stärkere Franken und die zuletzt insgesamt günstigeren Beschaffungskosten für eine gewisse Entlastung.

Allerdings hat sich die Situation auf dem Rhein noch nicht nachhaltig verbessert.

Für die kommende Woche rechnen wir deshalb weiterhin mit grösseren Preisschwankungen. Eine dauerhafte Entspannung ist noch nicht erkennbar.

Markttendenz 30.10.2026: leicht steigende Schweizer Beschaffungskosten bei deutlich festeren internationalen Rohölnotierungen. Der Markt bleibt angespannt und schwankungsanfällig.

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