Ölpreise geben zum Wochenbeginn nach – Schweizer Heizölmarkt zeigt erste Entlastung
Internationaler Rohölmarkt
Der internationale Rohölmarkt startet mit rückläufigen Preisen in die neue Woche.
Brent-Rohöl notiert am Montagmorgen bei rund 115 USD pro Barrel. Nach den kräftigen Preissteigerungen der vergangenen Woche geben die Notierungen wieder nach.
Hintergrund sind neue diplomatische Bemühungen, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu entschärfen. Gespräche unter Vermittlung Katars wecken Hoffnungen auf eine Beruhigung der Lage im Nahen Osten.
Allerdings bleibt die Versorgungssituation angespannt. Die jüngsten Angriffe auf Energieanlagen und die anhaltenden Risiken für wichtige Schifffahrtswege sorgen weiterhin für erhebliche Unsicherheit.
Heizöl und Diesel
Bei Heizöl und Diesel bleibt die internationale Marktlage angespannt.
Nach den deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Woche sorgt der heutige Rückgang beim Rohöl zunächst für etwas Entlastung.
Die Versorgung mit Diesel und Gasöl bleibt jedoch empfindlich gegenüber möglichen Lieferunterbrüchen und Einschränkungen der internationalen Transportwege.
Auch auf dem Schweizer Beschaffungsmarkt sind zum Wochenbeginn günstigere Preise erkennbar.
Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, hängt insbesondere von den internationalen Gasölnotierungen und der weiteren geopolitischen Entwicklung ab.
Benzin
Auch der Benzinmarkt reagiert auf die jüngste Entspannung beim Rohöl.
Die etwas schwächeren Rohölnotierungen können grundsätzlich preisdämpfend wirken. Gleichzeitig bleiben die internationalen Raffineriekapazitäten, die Nachfrage und die Versorgungssicherheit wichtige Einflussfaktoren.
Eine nachhaltige Entspannung bei den Benzinpreisen lässt sich daraus noch nicht ableiten.
Rhein und Rheinfrachten
Die Rheinschifffahrt bleibt weiterhin ein bedeutender Kostenfaktor für die Schweizer Mineralölversorgung.
Die anhaltend tiefen Wasserstände erschweren den Transport von Mineralölprodukten Richtung Basel. Bei Niedrigwasser können die Schiffe nur mit reduzierten Ladungsmengen verkehren.
Dadurch steigen die Transportkosten pro Tonne, was günstigere Entwicklungen an den internationalen Märkten teilweise wieder ausgleichen kann.
Die Rheinfrachten bleiben deshalb ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Eine nachhaltige Entspannung der Transportbedingungen ist weiterhin nicht gesichert.
Schweizer Franken
Der Wechselkurs zwischen dem US-Dollar und dem Schweizer Franken bleibt für die Schweizer Mineralölpreise von Bedeutung.
Ein stärkerer Schweizer Franken kann die Beschaffung von in US-Dollar gehandelten Mineralölprodukten verbilligen. Ein stärkerer Dollar wirkt dagegen verteuernd.
Neben dem Wechselkurs sind insbesondere die internationalen Produktnotierungen und die Transportkosten entscheidend.
Schweizer Heizölmarkt
Nach den kräftigen Preissteigerungen zum Ende der vergangenen Woche zeigt sich der Schweizer Heizöl-Beschaffungsmarkt am Montag wieder günstiger.
Die rückläufigen Rohölnotierungen sorgen für eine gewisse Entlastung. Gleichzeitig bleiben die internationalen Versorgungsrisiken und die schwierigen Transportbedingungen auf dem Rhein bestehen.
Ob und in welchem Umfang sich die günstigere Beschaffung auf die Verkaufspreise auswirkt, hängt von den jeweiligen Marktbedingungen und der Kalkulation der Anbieter ab.
Einschätzung und Ausblick
Der Ölmarkt startet mit einer leichten Entspannung in die neue Woche.
Die diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten haben die Rohölpreise zunächst sinken lassen. Die geopolitischen Risiken sind damit jedoch keineswegs beseitigt.
Besonders die Versorgung mit Diesel und Heizöl sowie die hohen Transportkosten auf dem Rhein bleiben für die Schweiz entscheidend.
Für die kommenden Tage rechnen wir weiterhin mit grösseren Preisschwankungen. Eine nachhaltige Entspannung ist noch nicht erkennbar.
Markttendenz 26.10.2026: rückläufige Beschaffungskosten bei weiterhin angespannter und schwankungsanfälliger Marktlage.



